Die »BARCELONA HAGGADA« ist eines der schönsten illuminierten hebräischen Manuskripte in der British Library. Sie wurde etwa im Jahre 1340 in Barcelona angefertigt, als diese ein florierendes Zentrum für die Illumination von Manuskripten beherbergte. Dank ihrer reichen Verzierungen und der zahlreichen Illustrationen, die über das gesamte Manuskript verteilt sind, ist diese Haggada ein einzigartiges Beispiel ihrer Art. Die phantasievollen Figuren, die Darstellungen mittelalterlicher Musikinstrumente und die vielen malerischen Szenen bieten einen faszinierenden Einblick in das jüdische Leben im mittelalterlichen Spanien.
---Das Faksimile wurde in bis zu neun Farben auf einem speziell hergestellten Pergamentpapier gedruckt. Prägepoliertes Gold wurde durch das Auftragen per Hand von Metallblatt auf eine erhöhte Oberfläche gewissenhaft reproduziert. Die Maße der Seiten betragen 19 x 25,5cm.
---Aufgrund der niedrigen Auflösung der Bilder kann die Schönheit der Originale nicht zur Geltung kommen.

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£40.00 Barcelona Haggada Folio 17Folio 17
Darstellung einer Familie. "Sie kommen vom Gebet, und der Wein wird eingeschenkt". Obgleich die Seite abgenutzt ist, kann man eine Menge freudiger Aktivitäten : Zoomorphische Figuren und Putten blasen in ihre Hörner; eine Eule wacht über Hund und Hase, die sich jagen. Oben auf der Seite flankieren zwei Schmetterlinge und ein Pfau ein Pessach-Mahl; die Familie sitzt an der festlich gedeckten Tafel mit weißem Tischtuch, bestickt mit blauweißkariertem Muster und Davidsternen. Unten trinken zwei bärtige Männer aus einem goldenen Kelch.




£60.00 Barcelona Haggada Folio 18Folio 18
Gesegnet..." Segnung des Weins zu Beginn des Kiddusch. Die Seite ist abgenutzt, doch der Text deutlich lesbar. Zoomorphische Figuren sind mit einem Bogenschützen verschlungen, der mit seinem Pfeil auf ein Reh schießt; ein Hund rennt hinterher. Ein Affe trägt einen grünen Papageien, ein weiterer Schütze zielt mit seinem Pfeil auf eine Schlange.




£60.00 Barcelona Haggada Folio 19Folio 19
Das Schehechejanu-Gebet. Die Umrahmung des Anfangswortes "Sie trinken" zeigt eine Familie am Sedertisch. Der Mann am Kopf der Tafel lehnt sich nach links, die anderen bevorzugen die linke Seite. Unter der Rahmung knabbert ein Hund an seinem Knochen und am Seitenrand jagen sich ein anderer Hund und ein Hase. Unten auf der Seite wäscht ein Mann seine Hände, während ein anderer das Wasser ausgießt und ihm ein Handtuch reicht. Der Text am Fuß der Seite lautet "Sie waschen ihre Hände und sprechen den Segen".




£60.00 Barcelona Haggada Folio 20Folio 20
Eine Familie am Sedertisch und das Verstecken des Afikoman. Diese freudige Szene ist an den Rändern von jagenden Hunden und Hasen verziert; ein Junge auf einem Hahn rauft sich; Vögel und witzige Gestalten schmücken die ganze Seite.




£60.00 Barcelona Haggada Folio 21Folio 21
Nimm eine der Matzot..." Teil der Heiligung des Pessach-Festes. Eine schöne farbige Umrahmung enthält die Darstellung zweier bärtiger Männer, die mit den Fingern auf die untere Szene weisen, in der drei Kindern einen Mann mit einem goldenen Kelch ansteuern. An den Rändern zielt ein Bogenschütze auf einen Pfau; rund um den Text tümmeln sich Figuren.




£60.00 Barcelona Haggada Folio 22Folio 22
Und vorbei waren..." Gebet über Wein und Kiddusch, die Heiligung des Sabbat. Zwei wunderschöne Rahmen enthälten das hebräische Wort für "Gesegnet". Die Ränder sind mit bunten Pfauen, zoomorphischen Figuren und zwei Duellanten, einer auf einem Löwen und der andere uaf einem Hahn, verziert.





£60.00 Barcelona Haggada Folio 24Folio 24
Schehechejanu-Gebet. "Und sollte es auf einen Sabbat fallen, dann rezitiere ... Wein, Kiddusch..." Eine prächtig gestaltete Doppelseite. Farbige Seitenränder mit verspielten Szenen umgeben einen Rahmen mit dem hebräischen Wort für "Gesegnet". Zwei Bogenschützen richten ihre Pfeile auf einen Mann, der an einem Abhang steht und aussieht, als wolle er hinunterspringen; Hunde, Pfauen, Kaninchen und zoomorphische Figuren mit goldenen Kelchen tragen zu einer festlichen Stimmung bei. Die Rückseite ist gleichermaßen dekorativ mir goldenen Wortrahmen und einer Menge verspielter Figuren als Randverzierungen. Am Fuß der Seite vollzieht ein Mann mit einem goldenen Kelch gemeinsam mit einem Jungen das Hawdalaritual.




£60.00 Barcelona Haggada Folio 25Folio 25
Gesegnet..." Gebet über Wein und Kiddusch, die Heiligung des Sabbat. Zwei farbig gestaltete Wortrahmen enthalten das hebräische Wort für "Gesegnet". Ein Hund bläst in die Trompete und trommelt dazu. Auf diesem Blatt jagen die Hasen die Hunde; ein Pfauenpärchen thront am Seitenkopf. Ganz unten picken zwei storchenartige Vögel die "keimende" Mähne eines Löwen.





£60.00 Barcelona Haggada Folio 26Folio 26
Du hast uns erwählt ... aus allen Völkern ... Gesegnet sein ... der Schöpfer von Licht und Feuer". In einer wunderschön verzierten Umrahmung vollziehen ein Mann und ein Junge das Hawdalaritual; an den Seitenrändern wird der klar lesbare Text von zwei Löwen und zoomorphischen Figuren verziert. Die Rückseite enthält eine wunderschöne Umrahmung mit dem Wort "Gesegnet", umgeben von bunt gestalteten Seitenrändern. Am Seitenkopf schlägt ein Hase einem Hund auf den Kopd, derweil ein Affe reinen Wein einschenkt.





£60.00 Barcelona Haggada Folio 27Folio 27
Gesegnet..." Fortsetzung des Kiddusch. Das Wort "Gesegnet" in einem mit roter Pinselarbeit verzierten Rahmen. Auf der Rückseite befindet sich die Segnung für das Waschen der Hände. Die Rahmung enthält eine Eselsbrücke für den Ablauf der Seder. Die Darstellungen von vier Männern sollen die vier Zeremonien repräsentieren: Der Mann mit dem goldenen Becher steht für Kiddusch. Die Figur daneben stellt den zweiten Schritt der Zeremonie dar: Mit Hilfe eines goldenen Gefäßes, aus dem er Wasser in ein goldenes Becken auf dem Boden gießt, wäscht er sich die Hände. Die dritte Figur hält ein Gemüse in der Hand, um die Segnung des Karpas zu demonstrieren, während das Brechen der Matze in zwei Hälften von einem Mann dargestellt wird, der eine zerbrochene Matze in der Hand hält und ein kleine Stück davon emporhält.





£75.00 Barcelona Haggada Folio 28Folio 28
Gedächtnisstütze für die Pessach-Zeremonie. Die Umrahmung auf fol. 28a zeig einige der Seder-Rituale. Ein Mann hält ein Buch mit den ersten fünf Buchstaben von „Dies ist das Brot der Bedrängnis", des Beginns der eigentlichen Haggada, der Erzählung des Exodus aus Ägypten. Neben ihm vollzieht jemand das zweite Ritual des Händewaschens. Die dritte Figur illustriert die Segnung des Brotes, indem er eine runde Matza mit geraden horizontalen Linien in zwei Hälften bricht. Daneben präsentiert ein anderer eine Matza mit dem hebräischen Buchstaben Mem für die entsprechende Segnung. Ein weiterer Mann hält das Maror, das sogenannte „Bitterkraut". Eine letzte Illustration, innerhalb eines Vierpasses am Seitenrand, zeigt einen Jungen, der den zu Beginn der Zeremonie unter der Tischdecke verstauten Afikoman hervorzieht. Auf fol. 28b enthält ein ganzseitiger figürlicher Rahmen mit der Darstellung einer zeremoniellen Szene die ersten Worte der Haggada: Ha Lachma Ania, „Dies ist das Brot der Bedrängnis". Drei Vielpassbögen umrahmen einen Innenraum, dessen grüner Wandbehang mit goldenen Sternen verziert ist. Das Familienoberhaupt, auf einem goldverzierten Stuhl mit hoher Lehne, stellt den zeremoniellen Korb auf den Kopf des Jungen links neben ihm ab. Diese sephardische Tradition ermöglicht es jedem Teilnehmer, die Erfahrung der Israeliten, die Ägypten mit Körben voll von ungesäuertem Teig auf dem Rücken verließen, symbolisch nachempfinden zu können. Die anderen Personen an der Tafel - ein weiterer Junge, eine Frau, ein Mädchen und, am anderen Ende des Tisches, ein weiterer Mann - warten darauf, dass sie selbst an der Reihe sind. Auf dem Tisch befinden sich eine goldene Karaffe, ein Weinglas und eine Schale und jeweils drei Bücher vor dem Oberhaupt und den beiden Jungen.




£65.00 Barcelona Haggada Folio 29Folio 29
Fortsetzung des Textes: "Laßt jeden, der Mangel leidet, kommen und esse. Laßt alle Notleidenden kommen und Pessach mit uns feiern. Diese Jahr hier; nächstes Jahr im Lande Israel. Dieses Jahr sind wir Sklaven hier - nächsten Jahr, im Lande Israel, freie Menschen". Verso, „Warum ist diese Nacht andersals andere Nächte?" Die Seite beginnt mit einem aufwendig gestalteten Wortrahmen mit den ersten beiden Wörtern des Textes, die ein drittel des Rahmen einnehmen. Die Entscheidungen des Schreibers beim Positionieren der Wörter bestimmen über die Gestaltung der Seite in mittelalterlichen Manuskripten. Hier hat der Schreiber dem Illustrator viel Raum gelassen, doch der Künstler entschied sich für ein Blattwerkmotiv ähnlich dem am Seitenrand, mit der Darstellung eines wilden Hasen. Der Blattwerkrahmen enthält Beispiel des Eichelmotivs, dass das gesamte Manuskript durchzieht.




£110.00 Barcelona Haggada Folio 30Folio 30
Der Schluss der vier Fragen; verso: „Wir waren Sklaven in Ägypten … doch der Herr führte uns hinaus…" Eine biblische Szene illustriert den Text „Wir waren Sklaven des Pharaos in Ägypten". Am rechten Seitenrand betreten zwei Ägypter auf Pferden die Bühne, der erste weist auf die Ereignisse, die sich in der Umrahmung vor ihnen ereignen. Der untere Rand zeigt eine Szene aus der israelitischen Sklaverei, in der ein ägyptischer Aufseher einen Sklaven mit einer dreifachen Geißel schlägt. Ein zweiter Sklave, mit Ziegelsteinen auf dem Rücken, steigt soeben auf eine Leiter. Oben in dem Turm erwartet ihn ein Mann mit großem Hut und einem Hammer. Neben diesem sieht man einen weiteren Sklave mit einem Spachtel in der Hand beim Mauern. Er schaut in Richtung des inneren Seitenrandes, wo einer der Arbeiter dabei ist, mit Hilfe eines Flaschenzugs einen Korb voll Ziegeln hochzubefördert. Die Ziegel wurden vermutlich von den Israeliten hergestellt, die man am unteren Rand der Seite sieht. Während der eine die nötigen Materialien durch Stampfen vermischt, sortiert ein anderer die Steine zum Trocknen in der Sonne. Auf der linken Seite hält ein Jüngling unterhalb eines Baums einen Ziegelstein in die Luft. Die Konstruktionstechniken sowie die Kleider der Israeliten und der Ägypter sind allesamt zeitgenössisch, ein typisches Charakteristikum mittelalterlicher Illustrationen. Der rechte und der obere Rand sind mit Eicheln tragenden Blätterranken verziert. Ganz oben, über dem hebräischen Wort für „Sklave", reicht ein katzbuckelnder Hund mit goldenem Kelch und Karaffe einem inthronierten Hasen ein hoffentlich kühles Getränk.





£60.00 Barcelona Haggada Folio 31Folio 31
Wer den Exodus in aller Ausfürlichkeit erzählt ... verdient großes Lob". Diese Seite enthält zwei Ritter mit Lanzen im Zweikampf; ihre Schilde und Helme sind mit Blattsilber verziert. Auf der ganzen Seite sieht man Hunde und Hasen einander jagen. In einer Szene am rechten Rand wird die Natur verkehrt, indem ein Hase einen fliehenden Hund verfolgt. Der Initialrahmen auf fol. 31b enthält das hebräische Wort für Es war einmal ..., mit dem die Erzählung von den fünf Rabbinen von Benej Barak beginnt, die die ganze Nacht lang über den Auszug aus Ägypten diskutierten, bis ihre Schüler sie darauf aufmerksam machten, dass die Zeit für das Morgengebet gekommen war. Jeder der Rabbinen schaut aus einem oben abgerundeten Fenster nach draußen, wo einer von zwei Schülern gerade dabei ist, an dem goldenen Türgriff zu ziehen und das goldene Schloss zu entriegeln. Der verzierte Seitenrand ist von drachenartigen Wesen und seltsamen Vögeln bevölkert. Oben rechts fängt ein Hund einen Hasen. Oben links spielt ein Kaninchen Dudelsack, derweil eine Art Affe in ein Horn bläst.




£60.00 Barcelona Haggada Folio 32Folio 32
Als Rabbi Elieser einmal ... Die fünf Rabbinen von Benej Barak ... Meister, es ist Zeit für das Morgengebet". Der verzierte Wortrahmen auf fol. 32b mit den Worten "Rabbi Elasar [ben Asarja] sagte..." in goldenen Lettern dient als Einleitung zu ein Ausführung des Themas "Pessach und Erlösung". Die Oberlänge des hebräischen Buchstabens Lamed mündet in ein wunderschönes Fleur-de-Lys, aus dem zwei Eicheln sprießen. Die für den Text relevante Illustration erscheint jedoch in einem Vierpass am rechten Seitenrand, anstatt in diesem Initialrahmen. Der sitzende Mann, gewiss Rabbi Elasar, hält in der Linken ein Buch und streicht sich mit der Rechten durch den Bart, womit er die Aufmerksamkeit des Betrachters auf eben diesen Bart zieht, der aus schneeweißen Strähnen besteht. Einer Legende zufolge wurde Rabbi Elasar bereits im Alter von achtzehn Jahren zum Präsidenten des jüdischen Sanhedrin gewählt. Wie durch ein Wunder hatten seine Haare sich weiß gefärbt, damit ihm der Respekt eines hochbetagten Mannes zuteil werden würde. Der Text der Haggada an dieser Stelle lautet sinngemäß: "Jetzt bin ich wie jemand, der siebzig Jahre alt ist", eben weil er nur so aussah wie ein siebzig Jahre alter Mann. Die verzierten Seitenränder enthalten einmal mehr Hybridgestalten, drachenartige Wesen und Eicheln.




£55.00 Barcelona Haggada Folio 33Folio 33
Rabbi Elasar ... sagte: "Jetzt bin ich wie jemand, der siebzig Jahre alt ist..." Der Rahmen auf fol. 33b enthält mehrere zoomorphische Figuren einschließlich eines drachenartigen Wesens mit bärtigem Gesicht und langen Ohren. Das hebräische Wort für "Gesegnet" ist in goldenen Lettern geschrieben und von einem elegant verzierten Rahmen eingefasst.





£55.00 Barcelona Haggada Folio 34Folio 34
Die Vier Söhne. "Der weise Sohn, was wird er fragen?" Der weise Sohn sitzt an einem Lesepult. Wie gewöhnlich ist er als älterer Herr mit Buch dargestellt. Der Bart, der an den Bart von Rabbi Elasar erinnert, ist vermutlich absichtlich weiß belassen worden. Der weise Sohn, im Drei-Viertel-Blick dargestellt, weist auf den Text eines aufgeschlagenen Buchs, derweil ein weiteres Buch auf dem Lesepult zum Betrachter zeigt. Das Gesicht des Mannes ist fein ausgearbeitet. Aus drei Ecken des Wortrahmens sprießen schöne Blattwerkformen. Die verzierten Seitenränder enthalten einen Vogel, Eicheln und seltsame Hybridwesen. Verso, der zweite der vier Söhne, der böse Sohn, ist einzeln und als ein Soldat dargestellt, der einen wehrlosen schmächtigen Mann attackiert, indem er ihn beim Barte packt. Sein Helm, Kragen, Gürtel und Saum waren ursprünglich mit Blattgold verziert, doch seine Gesichtszüge sind nur noch schwer zu erkennen, weil man sie nachträglich absichtlich ausradiert hat. Der fortgesetzt verzierte Rand enthält drei Hunde und andere verspielte Figuren.





£55.00 Barcelona Haggada Folio 35Folio 35
Die vier Söhne. "Der naive Sohn, was wird er fragen? Links von einem verzierten Wortrahmen mit dem Wort für "Der Naive" sieht man den naiven Sohn vor einem sitzenden bärtigen Mann stehen und seine Frage stellen. In dieser stillen Vignette wird der Mann auf naive Weise mit der Handfläche nach unten gestikulieren dargestellt. Die Blattwerkverzierung der Seitenränder hört am oberen Rand auf; in der unteren linken Ecke befindet sich eine Hybridfigur mit Menschenkopf, einem langen Reptilienhals, Flügeln und Hufen, und am unteren Rand sieht man zwei behelmte Tierköpfe mit langen Hälsen. Der letzte Sohn dieser Reihe, "der nicht weiß wie man fragt", erscheint mit einer weiteren Figur im Wortrahmen auf fol. 35b. Der Mund des Jungen ist geöffnet und seine Arme und Hände empfangsbereit ausgestreckt. Die Figur zu seiner Rechten hat die Hände in lehrmeisterlicher Manier erhoben und soll vielleicht die Empfehlung der Textpassage darstellen, die besagt, dass man "ihm das Thema eröffnen solle". Die beiden Figuren scheinen, hauptsächlich jedoch wegen der vom Künstler bevorzugten Darstellungsweise im Profil, Grimassen zu schneiden. Die Randverzierungen wiederholen einige der vertikalen architektonischen Forme der vorangegangenen Seiten, nur das Eichelmotiv erscheint jetzt nicht mehr.





£55.00 Barcelona Haggada Folio 36Folio 36
Demjenigen, der nicht weiß wie man fragt, sollst du das Thema eröffnen..." Auf fol. 36a, der Seite gegenüber von dem Schluss der Vier Söhne, finden sich einmal mehr das flache und gezackte Blattwerk, wobei die Formen jetzt nicht mehr in Eicheln münden, sondern in spitz zulaufenden, bunten Blättern. Die Seite enthält ornamentale Designs, doch keine Illustrationen. Die Umrahmung mit dem hebräischen Anfangswort für "Du sollst erzählen ..." ist mit einem Hybridwesen verziert, dessen Kopf über den linken Seitenrand hinaus reicht, derweil ein wilder Löwe seine Vorderpranken gegen die rechte Seite der Rahmung stößt. Der Text auf fol. 36b beschreibt die früheste Episode der israelitischen Geschichte, noch vor dem Bund Abrahams mit Gott. Laut einer Erzählung des Midrasch musste Abraham vor König Nimrod erscheinen, der ihn anklagte, die Götzen seines eigenen Vaters Terach zerstört zu haben und ihn dafür zum Tode durch Verbrennen verurteilte. Diese Szene ist Gegenstand der Illustration zum Text mit dem Anfangswort "Zuerst" beginnt. Die Erzählung beginnt mit einem verzierten Wortrahmen, reicht bis in den inneren Seitenrand und setzt sich schließlich am Fuß der Seite fort. Man sieht den jugendlichen Abraham vor dem Throne Nimrods stehen, in der einen Hand den Stock, mit dem er die väterlichen Götzen zertrümmert hatte, und dessen obere Spitze abgekratzt worden ist. Im unteren Seitenrand erscheint er umgeben von Flammen und flankiert von geflügelten Engeln, derweil Nimrod von der Mitte des Randes aus zusieht.




£55.00 Barcelona Haggada Folio 38Folio 38
Jakob jedoch zog hinunter nach Ägypten... Gesegnet sei Er, Der Sein Versprechen an Israel gehalten hat..." Das hebräische Wort für "Gesegnet" erscheint in goldenen Lettern in einem Rahmung, der von zwei zoomorphischen Wesen bewacht wird. Der Kopf der Seite enthält zwei Hybridgestalten mit menschlichen Köpfen und Körpern mit Schwertern und Schilden.





£55.00 Barcelona Haggada Folio 39Folio 39
Dies ist das Versprechen, dass unseren Vorfahren galt..." Die Hybridgestalten mit erhobenen Bechern oben auf der Seite demonstrieren, dass man an diesem Punkt der Zeremonie die Weingläser heben soll. Diese seltsamen Gestalten, mit Schnauzen, Flügeln, Tatzen und Schwänzen, aus denen lange Blätterranken sprießen, die an den Rändern entlang nach unten fließen, befinden sich oberhalb des Anfangswortes für "Dies [ist das Verprechen]". Die Blattwerkmotive münden in Blätter, anstatt wie vorher im Manuskript in Eicheln. Die Verzierung im oberen Abschnitt von fol. 39b ist eine Deutung des Texts "Geh [und erfahre, was Laban der Aramäer deinem Vorfahren Jakob angetan hat]", der eine Beschreibung des Rücksichtslosigkeit Labans enthält. Über dem Wortrahmen befindet sich ein Kopf mit drei Gesichter - ein häufiges Motiv in mittelalterlichen Manuskripten. In diesem Fall ist der Kopf von zwei Hybridgestalten mit Knüppeln flankiert, um die Vorsicht zu demonstrieren, die geboten ist, um sich gegen äußere Feinde zu schützen. Der untere Seitenrand enthält eine traditionelle Illustration des Textes, in der Jakob mit einem Stab in der Hand wandert, gefolgt von zwei bedrohlich wirkenden Soldaten mit Schwert und Lanze. Sharon Liberman Mintz hat anhand von Midraschim zu Gen. 32:10 nachgewiesen, dass der Stab ein besonderes Merkmal Jakobs ist, von dem es wiederholt heißt, dass er nur mit einem Stab das Haus seines Vaters Isaak verlassen habe. Die Soldatenfiguren sind weitere Beispiele dafür, dass die Gesichter von Bösewichten nachträglich ausradiert wurden. Ähnliche Verstümmelungen finden sich in anderen hebräischen und lateinischen Kodizes. Anhand der Randverzierung lässt sich zeigen, dass der Übergang von Eicheln zu Blättern nicht eine Entscheidung des Illuminators, sondern seines Assistenten war, der die Farbe auftrug. Offenbar war er nicht in der Lage, die Form der Eicheln nachzuvollziehen, so dass er sie in ungeschickt ausgeführte Blätter verwandelte.





£55.00 Barcelona Haggada Folio 40Folio 40
Er zog hinunter nach Ägypten ... und hielt sich dort auf". Das Anfangswort "Und er [Jakob] zog hinunter" ist im unteren Seitenrand illustriert: Man sieht Jakob in einem zweirädrigen Pferdewagen sitzen, angeführt von einem männlichen Diener, der ins Horn bläst. Dahinter folgen zwei weitere Männer, einer mit einer Peitsche, und zwei Frauen. Verso, die Blattwerkverzierung ist von dem Künstler, der für das Auftragen der Farbe zuständig war, in lange flache Blätter verwandelt worden. Zwei Hybridwesen am Fuß der Seite, unterhalb des vergoldenen Rahmens, tragen, wie die meisten männlichen Figuren in diesem Manuskript.





£55.00 Barcelona Haggada Folio 41Folio 41
Ein kleines Volk .. jetzt hat der Herr ... die zahlreich gemacht wie die Sterne am Himmel ... Dort wurde er zu einem großen Volk ..." Der gesamte Seitenrand auf fol. 41a ist komplett verziert. Die Verzierung besteht teils aus vertikalen architektonischen Formen und enthält am unteren Rand eine symmetrische Szene, in der zwei Hunde Hasen jagen. Eine Hybridgestalt mit Menschenkopf und -händen, Reptilienrumpf, Flügeln und Hufen dient als Stütze für den Wortrahmen. Auf der Rückseite wird der Wortrahmen von einer Randverzierung umgeben. Zwei storchenartige Wesen stehen sich am Kopf der Seite gegenüber.





£55.00 Barcelona Haggada Folio 42Folio 42
Zahlreich ... Ich habe Euch wachsen lassen wie eine Blume auf dem Feld..." Und die Ägypter behandelten uns schlecht..." Auf der Vorderseite ist der Initialwortrahmen mit Blattwerkmotiven verziert, und drachenartige Wesen schmücken die Ränder. Verso, ein Turm im Wortrahmen auf fol. 42b hält den im Bau befindlichen Turm auf der gegenüberliegenden Seite im Gleichgewicht; es handelt sich um eine Illustration des darüberliegenden Textes, der den Bau einer zweistöckigen Stadt erwähnt. Der erste Turm ist fertiggestellt, vor dem Eingang befindet sich ein Hund, aus dessen Maul Triebe von Eichen sprießen, um den Rest der Umrahmung zu füllen. Der Fuß des Turms reicht bis in den unteren Seitenrand, wo er auf zwei tierköpfigen Gestalten ruht, deren Hälse miteinander verschlungen sind. Oben auf der Seite sieht man eine Figur mit hohem Hut, die die Beine zweier storchartiger Vögel umfasst; die Szene wird von einer bärtigen Kreatur mit spitzen Ohren beobachtet.





£55.00 Barcelona Haggada Folio 43Folio 43
Und bedrängten uns ... und zwangen uns zu harter Arbeit ..." Diese Seite enthält eine Darstellung der Sklaverei in Ägypten und zeigt zeitgenössische Konstruktionsverfahren. Das Anfangswort lautet "Und sie zwangen uns [zu harter Arbeit]". Links davon sieht man zwei Israeliten mit schwerer Last auf dem Rücken eine Leiter hinaufsteigen. Oben auf dem noch unfertigen Turm erwartet ein Maurer die nächste Ladung Steine, derweil sein Kollege gerade einen Korb empfängt, den ein anderer mit Hilfe eines Flaschenzug nach oben befördert. Die Blattwerkverzierungen auf dieser Seite, mit ihren flachen, gezackten Formen, sind typisch für dieses Manuskript. Verso, "Doch wir schrien auf [zum Herrn]". Links davon knien Männer im Gebet, die Hände flehend ausgestreckt.





£50.00 Barcelona Haggada Folio 44Folio 44
Doch wir schrien auf zum Herrn..." Ein im gebet niederkniender Mann befindet sich innerhalb des von Randverzierungen umgebenen Wortrahmens. Verso, die Seitenränder bestehen aus gezackten Blättern und witzigen Grotesken mit verschlungenen Hälsen, die Rücken auf Rücken stehen.





£50.00 Barcelona Haggada Folio 45Folio 45
Und der Herr erhörte unsere Stimme und Er sah unsere Bedrängnis." Das Recto enthält einen verzierten Wortrahmen und Blätterornamente an den Seitenrändern. Das Verso enthält zwei verzierte Wortrahmen, einen Vogel, der am Lamed von Israel pickt sowie eine Groteske mit einem Weinkelch.





£50.00 Barcelona Haggada Folio 46Folio 46
Unsere Unterdrückung ... der Herr hat uns aus Ägypten herausgeführt mit starker Hand und ausgestrecktem Arm..." Aus einem Wortrahmen mit den Worten "[Und der Herr] befreite uns" sieht man die Israeliten in einer Prozession aus Ägypten heraus kommen. Die letzte Figur ist ein junger Knabe, der unter des letzten Buchstabens des Anfangswortes steht, derweil fünf Männer vor ihm stehen; die ersten drei stehen außerhalb der Umrahmung unter einer Arkade. Der Anführer hält eine Fahne in der Hand, die ursprünglich mit Blattgold verziert gewesen zu sein scheint. Die letzten beiden Männer, die sich noch innerhalb der Umrahmung befinden, beugen ihrer linken Unterarme und recken ihre rechten Hände empor. Mit Hilfe der linken Arme seiner Figuren gelingt es dem Künstler, die Aufmerksamkeit des Betrachters nach links zu den anderen Illustrationen zu lenken, während die Haltung der rechten Arme, wie auch in anderen Haggadot, auf den Text in Exodus 14:8, "mit ausgestrecktem Arm", verweist, ein wörtliche Übertragung dieses Verses, die sich in vielen sephardischen Haggadot finden läßt. Eine besonders witzige und phantasievolle Randverzierung erscheint in der rechten unteren Ecke, wo eine menschliche Figur in der Randverzierung gefangen zu sein scheint. Die zackigen und fächerförmigen Blätter und die langbeinigen Vögel sind typisch für die Randverzierungen in diesem Abschnitt des Manuskripts. Verso, der illuminierte Wortrahmen wird von einem Blattwerkmotiv "gehalten".





£50.00 Barcelona Haggada Folio 47Folio 47
Ich werden durch das Land Ägypten ziehen ... und jeden Erstgeborenen töten..."





£50.00 Barcelona Haggada Folio 48Folio 48
Mit ausgestrecktem Arm..." Ein illuminierter Wortrahmen wird von einem Blätterrankenmotiv am Seitenrand "gestützt". Das Verso enthält einen weiteren Wortrahmen mit einer äußerst amüsanten Randverzierung, in der zwei Grotesken einander mit ihren Zungen bekämpfen.





£50.00 Barcelona Haggada Folio 49Folio 49
Mit Zeichen ... Nimm diesen Stab in die Hand, mit dem du die Zeichen tun sollst". Links neben dem Initialrahmen mit den Worten "Mit Zeichen ... [dies ist der Stab]" sieht man einen Jüngling in einem kurzen Rock, der in seiner linken Hand den blühenden Aaarons hält, wie es in Numeri 17:23 beschrieben ist. Die Rückseite enthält an den Seitenrändern, auf Ranken die aus einem Wortrahmen heraus sprießen, eine beinah spiegelbildliche Darstellung zweier Männer mit jeweils einem Stab und einem Schild. Ihre behaarten Körper sind schwarz umrissen und ansonsten farblos, ihre Gesichter in einem satten Hautton gefärbt und ihre Schilde in einem matten gelblichen Gouache-Farbton gemalt. Der Pfau am oberen Seitenrand ist nur teilweise ausgemalt. Die Verzierung des Wortrahmens ist typisch für diesen Abschnitt des Manuskripts.





£50.00 Barcelona Haggada Folio 50Folio 50
Mit Wundern ... Und ich will Wunder tun am Himmel und auf der Erde, Blut und Feuer und Rauchsäulen". Eine wunderschöne, ausgewogen geschmückte Seite. Verso, der Buchstabe Lamed des Initialwortes mündet in eine Groteske mit zwei menschlichen Gesichtern und zwei lachenden Tierköpfen mit Hüten.





£60.00 Barcelona Haggada Folio 51Folio 51
Dies sind die zehn Plagen ... nämlich Blut, Frösche, Läuse, wilde Tiere ..." Beide Seiten des Folios enthalten kunstvolle Randgestaltungen und verzierte Wortrahmen, darunter einen kleinen Frosch an der Stelle der Aufzählung der zehn Plagen, die sich darauf bezieht. Der verzierte Rahmen am Fuß der Seite enthält eine Eselsbrücke von Rabbi Juda, die sich aus den Anfangsbuchstaben der Plagen zusammensetzt. Auf der Rückseite enthält ein verzierter Rahmen mit den Anfangsworten "Rabbi Josse" eine hübsche Szene, die den Rabbiner als mittelalterlichen Lehrer zeigt, der etwas höher sitzt als seine beiden Schüler. In seiner rechten Hand hält er ein offenes Buch und weist mit der Linken instruierend auf seine Schüler, die sich ihrerseits ein Buch teilen. Diese Miniatur ist unvollendet geblieben, so dass die Kleidung und das Gesicht des Rabbiners sowie die Stühle nur in Rohskizzen vorliegen, die demonstrieren, wie das Manuskript ausgesehen haben muss, bevor die Farben aufgetragen wurden.





£60.00 Barcelona Haggada Folio 52Folio 52
Was sagt die Schrift, passierte in Ägypten? ... Und was sagt sie, passierte am Schilfmeer?" Der große Initialrahmen ist von einer Randverzierung umgeben. Verso, die verzierte Umrahmung, von einem grünen Storch beobachtet, enthält einen menschlichen Kopf, der in eine lange goldenen Trompete bläst, die von einem Vogel gepickt wird. Der Vogel wiederum wird von einer langen Groteske gepickt.




£60.00 Barcelona Haggada Folio 53Folio 53
Wie viele ... Rabbi Elieser sagte: Wie läßt sich errechnen, dass jede Plage ... tatsächlich aus vier Plagen bestand?" Eine Darstellung von Rabbi Elieser mit einem Buch, lesend, in einem verzierten Wortrahmen. Verso, keine Verzierung.




£60.00 Barcelona Haggada Folio 54Folio 54
Rabbi Akiba sagte: Wie lässt sich errechnen, dass jede Plage ... aus fünf Plagen bestand?" Rabbi Akiba an einem Lesepult in einem verzierten Wortrahmen. Verso, keine Verzierung zum Text.





£60.00 Barcelona Haggada Folio 55Folio 55
Dajenu Wie viele Gründe um dankbar zu sein ... Wenn Er uns aus Ägypten hinausgeführt hätte, ohne die Plagen, es hätte uns genügt ..." Der äußere Rand von fol. 55a, neben den illuminierten Worten "Wie viele Gründe..." zu Beginn des Pijut> "Es hätte uns genügt", enthält eine sitzenden Figure, die mit der linken Hand eine Karaffe hebt. Verso, die Fortsetzung des Pijut mit einer wunderschönen bunten Umrahmung mit den Worten "Wenn" und "Es hätte uns genügt".





£60.00 Barcelona Haggada Folio 56Folio 56
Dajenu. "Wenn Er ihre Götter bestraft hätte, ohne die Erstgeborenen zu bestrafen, es hätte uns genügt..." Jeder bunt verzierte Wortrahmen enthält das Wort "Wenn". Verso, dito.





£60.00 Barcelona Haggada Folio 57Folio 57
Dajenu. "Wenn Er uns vierzig Jahre lang in der Wüste ernährt hätte, ohne uns das Manna zu geben, es hätte uns genügt..." Jeder bunt verzierte Wortrahmen enthält das hebräische Wort für "Wenn". Verso, dito.




£60.00 Barcelona Haggada Folio 58Folio 58
Dajenu. "Wenn Er uns die Tora gegeben hätte, ohne uns ins Land Israel zu bringen, es hätte uns genügt..." Jeder bunt verzierte Wortrahmen enthält das Wort "Wenn". Verso, ohne Verzierung.




£60.00 Barcelona Haggada Folio 59Folio 59
Er brachte uns zum Berg Sinai, und Er gab uns die Tora; Er brachte uns ins Land Israel, und Er baute für uns den Tempel..." Auf der Vorderseite ist der Beginn eines wichtigen Textes für Pessach von einem großen verzierten Wortrahmen mit einer Darstellung seines Autors, Gamaliel, markiert. Unterhalb seines Namens findet sich eine Szene, in der ein Lehrer, vermutlich der Rabbi selbst, vier Schüler instruiert, die an einem Tisch vor ihm sitzen. Der Rabbi ist bedeutend größer als sie und sitzt mit einem Buch in der Hand in einem hohen Stuhl neben einem Pult, auf dem zwei weitere Bücher liegen. Zwei der vier männlichen Schüler, die alle unterschiedlich alt sind, tragen Bärte."




£60.00 Barcelona Haggada Folio 60Folio 60
Rabban Gamaliel pflegte zu sagen: Wer diese drei Dinge zu Pessach nicht erwähnt ... Das Pessach-Lamm ... ist das Opfer für das Pessach des Herrn..." Die Seite ist verziertmit einem figürlichen Rahmen für das Wort "Pessach", das Pessach-Lamm, einer Fortsetzung des Textes von Gamaliel, der in den Haggadot jener Zeit häufig illustriert ist. Hier wird das Lamm an einem Spieß geröstet, den ein einziger määnlicher Diener dreht. Verso, keine Verzierung.




£75.00 Barcelona Haggada Folio 61Folio 61
Das ungesäuerte Brot ... warum erwähnen wir es? ... Der Teig, den unsere Vorfahren zubereiteten, hatte keine Zeit, aufzugehen..." Musikologen sind fasziniert von den auf dieser Seite dargestellten Instrumenten. Das Wappen von Barcelona ist auch zu sehen, weshalb das Manuskript als "Barcelona Haggada" bezeichnet wird. Das am häufigsten illustrierte Motiv in Haggadot ist zweifelsohne die Mazza, von der es eine prächtige Darstellung auf dieser Seite zu sehen gibt. Dies ist die am aufwendigsten gestaltete Haddagot jener Zeit, die eine Mazza enthält, deren Format laut Z. Ameisenowa und anderen nichts weniger als eine kosmische Bedeutung trägt. Die Mazza besteht aus acht konzentrischen Kreisen, die den Kosmos symbolisieren, während die fünf irdischen Musiker in einer Arkade am Fuß der Seite, zusammen mit den vier nackten Trompetern, die vielleicht die vier Windrichtungen personifizieren sollen, universelle Harmonie repräsentieren. Die vier Wappen, die einen bedeutenden Teil der Verzierung der Mazza einnehmen, sind unvollständig geblieben. Solche Schilde, vermutlich als Träger von heraldischen Symbolen gedacht, sind auch auf fols. 26a und 28 des Manuskripts zu finden. Hier sind sie jedoch zwischen Wappenzeichen aus vier azurnen und drei goldenen Streifen platziert, die einige Wissenschaftler als das Wappen von Barcelona identifiziert haben. Diese Assoziation führte dazu, dass das Manuskript als "Barcelona Haggada" bekannt geworden ist. Die beiden Wörter, die den Anfang von Gamaliels Text bilden, sind durch eine Darstellung eines sitzenden Mannes mit Mazzot in beiden Händen getrennt. Versp, ohne Verzierung.




£55.00 Barcelona Haggada Folio 62Folio 62
...Weil sie aus Ägypten vertrieben wurden und keine Zeit mehr blieb..." Auf der Vorderseite gibt es keine Verzierung. Auf der Rückseite hat der Schreiber beinah die gesamte Seite für eine Darstellung des Bitterkrauts freigelassen, doch die simple Illustration, die uns hier vorliegt, ist nicht im Mittelalter ausgeführt worden, obgleich es auf Vorbildern aus dem 14. Jahrhundert basieren könnte. Die dargestellten Kräuter, üblicherweise in hoch stilisierter Weise gezeichnet, konnten von dem späteren Künstler nicht mehr identifziert werden, und das rote Gefäß, mit dem zusammen es manchmal abgebildet wird, scheint von dem Künstler sogar für einen roten Halbmond gehalten worden zu sein.




£55.00 Barcelona Haggada Folio 63Folio 63
Dieses Bitterkraut ... warum sollen wir es erwähnen? ... In jeder Generation soll man sich betrachten, als wäre man selber aus Ägypten gekommen..." Recto, ohne Verzierung. Verso wird der Wortrahmen beim Lamed von einem Löwenkopf "gestützt".





£55.00 Barcelona Haggada Folio 64Folio 64
Nur nur unsere Vorfahren ... Deshalb ist es unsere Pflicht, zu danken, zu preisen, zu erheben, zu ehren ... Lobet den Herrn!" Einige der Marginalien auf fol. 64a sind unvollständig geblieben, so dass man die braunen Vorskizzen für den Kopf und die Beine des Hybriddrachens und des Menschengesichtes der Groteske mit der Dudelsack noch gut erkennen kann. Auch die schwarzen Konturen, die einer Zeichnung ein fertiges Aussehen verleihen, fehlen hier und offenbaren so die dünnen Umrisse der Buchstaben, die der Schreiber gezogen hatte, bevor der illuminator das Blattgold auftrug. Verso, der Schluss des narrativen Teils der Haggada, vor dem Beginn der als Hallel bekannten Serie von Psalmen, ist mit einem Gebet markiert, das mit dem hebräischen Wort für "Deshalb" beginnt. Der Wortrahmen enthält außerdem die Darstellung eines Mannes auf einem Holzstuhl. Die Figur streckt mit der linken Hand einen großen, seltsam proportionierten goldenen Kelch bis in den oberen Seitenrand hinein. An diesem Punkt der Zeremonie ist es üblich, sein Glas zu heben, ein Ritual, das häufig in Haggadot aus dem 14. Jahrhundert illustriert wurde.




£55.00 Barcelona Haggada Folio 65Folio 65
Halleluja. Lobet den Herrn. "Lasset den Namen des Herrn gepriesen sein für immer und immer". Recto, keine Verzierung. Verso, der Beginn der als Hallel bekannte Serie von Psalmen, mit einer Synagogenszene in einem figürlichen Wortrahmen, der auch das Wort Halleluja, "Lobet den Herrn", enthält. Ein Rabbi oder Kantor steht links auf einer Art Bühne, mit einer Tora in einer verzierten runden Hülle, ähnlich denen, die in vielen sephardische Gemeinden benutzt werden. Sowohl ein jüdischer Brauch als auch eine piktographische Tradition aus frühchristlicher und byzantinischer Kunst besagt, dass man seine Hände in Tuch einwickeln soll, um das Berühren mit bloßen Händen eines besonders heiligen Gegenstandes zu vermeiden. Unterhalb der Bühne, unter dem Anfangswort, stehen vier Erwachsene und drei Kinder vor einem architektonisch gestalteten Hintergrund aus drei Vielpassbögen, aus denen heraus vier Glaslampen leuchten. Der gesamte Wortrahmen steht auf zwei schmalen Säulen.




£55.00 Barcelona Haggada Folio 66Folio 66
Er macht aus einer unfruchtbaren Frau eine glückliche Mutter von Kindern in ihrem Haus. Lobet den Herrn..." Recto, keine Verzierung. Auf der Rückseite dient der Exodus selbst (auf einem Pferderücken!) als Gegenstand der Illustration, dass dem ersten Wort "Beim Auszug" eines Psalms aus dem Hallel folgt. Eine Reihe von Israeliten, angeführt von einem Mann mit einer zum Teil versilberten Fahne, besteht aus drei Männern und zwei Frauen zu Fuß sowie aus fünf berittenen Männern, von denen der erste ebenfalls eine Fahne trägt.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 67Folio 67
Beim Exodus von Israel ... Das Meer schaute und floh ... Die Berge sprangen wie Ziegen..." Recto, keine Verzierung. Verso, ein Mann sitzt und trinkt aus einem goldenen Kelch in einem verzierten Wortrahmen mit dem hebräischen Wort für "Gesegnet" in goldenen Lettern.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 69Folio 69
Gesegnet seiest Du ... Der den Wein erschaffen hat ... Trinke nach links gelehnt, wasche deine Hände, falls man es vergessen hat ..." Recto, zwei verzierte Wortrahmen. Verso, nur Text.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 71Folio 71
Dann wasche dir die Hände, denn das Händewaschen ... ist ein Gebot". "Schenke ein ..." "Fülle das Glas (mit Wein) ein drittes Mal". Recto, nur Text. Verso, ein figürlicher Wortrahmen enthält eine ironische Illustration zum Text: "Gieße [Deine Wut auf die Nationen, die Dich nicht erkannt haben". An diesem Punkt der Zeremonie wird das vierte und letzte Glas eingeschenkt. Ein Engel erscheint vom oberen Seitenrand her links von dem Wort, beinah vollständig in Orange gemalt, obwohl eine noch gut sichtbare Skizze eine ursprünglich detailliertere Gestaltung verrät. Der Engel hält einen umgedrehten goldenen Kelch über drei Männer, die sich links befinden.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 72Folio 72
Nicht für uns, o Herr, sondern um Deiner Namen, Deiner Liebe, Deiner Wahrheit Willen..." Recto, die Schwänze zweier Hybridwesen an den an den Seitenrändern, oberhalb des Rahmens mit den Worten "Nicht für uns", schlängeln sich an den Seiten hinab und münden in Blattwerkmotiven. Verso, nur Text.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 73Folio 73
Der Herr hat sich unser erinnert: Er wird segnen, Er wird segnen das Hause Israel..." Die Umrahmung auf fol. 73a mit den Worten "Der Herr hat sich unser erinnert" ist flankiert von zwei Engeln, die sich unterhalb der Hüften in Drachen verwandeln. Ihre Köpfe, Hände und Oberkörper sind unausgemalt und die Buchstaben nur teilweise verziert. Verso, nur Text.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 74Folio 74
Ich sollte den Herrn lieben, dass er meine Stimme erhört". Ein unvollständiger Wortrahmen verziert den Text. Verso, nur Text.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 75Folio 75
Was kann ich dem Herrn geben für all Seine Gaben an mich". Ein unvollständiger Wortrahmen verziert den Text. Verso, nur Text.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 76Folio 76
O lobet den Hernn, ihr Nationen; preise Ihn, ihr Völker; denn über uns herrscht Seine Liebe..." Recto, nur Text. Verso, zwei teilweise unvollständige Rahmungen.





£40.00 Barcelona Haggada Folio 77Folio 77
O danket dem Herrn, denn Er ist gut: denn Seine Liebe hält für immer". Recto, teilweise illuminiert. Verso, zwei figürliche Wortrahmen.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 79Folio 79
Der Herr ist mit mir, ich fürchte mich nicht ..." Recto, nur Text. Verso, zwei unausgemalte Hunde hüten eine Turm über zwei figürlichen Rahmen.





£40.00 Barcelona Haggada Folio 80Folio 80
Das hat der Herr vollbracht; es ist wunderbar in unseren Augen". Recto, zwei Rahmen, einer davon mit einem unausgemalten Hasen; verso, drei figürliche Rahmungen mit verspielten Zeichnungen.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 81Folio 81
Gesegnet sei der, der da kommt im Namen des Herrn..." Recto, eine quicklebendig verzierte Seite mit verschnörkelten Rahmungen und eine Menge witziger Figuren an den Rändern. Verso, nur Text mit einer handgeschriebenen Glosse.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 82Folio 82
Gesegnet seiest Du, o Herr, und mit Lobpreisungen erhöht ..." Recto, figürliche Umrahmung. Verso, rote Pinselarbeit verziert das in großen braunen Lettern geschriebene Wort "Gesegnet".




£40.00 Barcelona Haggada Folio 85Folio 85
Eine Hymne für Pessach. Recto, figürliche Umrahmung mit dem Kopf eines Widders. Verso, nur Text.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 87Folio 87
Eine Hymne für Pessach. Nur Text.




£60.00 Barcelona Haggada Folio 88Folio 88
NÄCHSTES JAHR IN JERUSALEM, AMEN." Eine komplette Seite mit goldenen Lettern. Der verschnörkelte Rahmen bildet die ganzseitige Verzierung zu den Worten "Nächstes Jahr in Jerusalem, Amen", angeordnet in zwei Zeilen auf fol. 88a. Ein weglaufender Hase ist unausgemalt geblieben. Die Gestaltung ist sehr einfallsreich, so bildet etwa die Oberlänge des Buchstabens Lamed im Zentrum der unteren Zeile einen Teil der Verzierung.




£40.00 Barcelona Haggada Folio 89Folio 89
Die Pessach-Amida. Verso, figürliche Rahmung.




£25.00 Barcelona Haggada Folio 92Folio 92
Die Pessach-Amida. Recto, figürliche Rahmung. Verso, nur Text.




£25.00 Barcelona Haggada Folio 93Folio 93
Die Pessach-Amida. Recto, figürliche Rahmung. Verso, nur Text.




£25.00 Barcelona Haggada Folio 96Folio 96
Die Pessach-Amida. Recto, nur Text. Verso, gepinselte Umrahmung.




£25.00 Barcelona Haggada Folio 100Folio 100
Hymnen für den Großen Sabbat vor Pessach.




£25.00 Barcelona Haggada Folio 105Folio 105
Die Lesungen aus dem Gesetz (für Pessach); Wortrahmen "Paraschiot".




£15.00 Barcelona Haggada Folio 9Folio 9
Gottesdienst in der Synagoge am Vorabend des Pessach.




£15.00 Barcelona Haggada Folio 10Folio 10
Gottesdienst in der Synagoge am Vorabend des Pessach.




£15.00 Barcelona Haggada Folio 13Folio 13
Gottesdienst in der Synagoge am Vorabend des Pessach.





£15.00 Barcelona Haggada Folio 16Folio 16
Gottesdienst in der Synagoge am Vorabend des Pessach.